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18.01.2017: Rheinbahn kommt Jugendlichen entgegen

Eine so genannte Verdich­tung des Taktes für den Schnell­bus SB 50 würde die Stadt Haan 6400 Euro jährlich kosten.

Einer Anregung aus Haan folgend, will die Rhein­bahn künftig mehr Busse der Schnell-Linie SB 50 fahren lassen. Das Verkehrs­un­ter­neh­men nennt das “Taktver­dich­tung”. Einen entspre­chen­den Vorschlag wird am 24. Januar der Verkehrs­aus­schuss beraten.

Das zusätz­li­che Angebot würde die Stadt Haan 6400 Euro im Jahr zusätz­lich kosten. Denn jeder zusätz­lich gefah­rene Kilome­ter auf Stadt­ge­biet ist von der Kommune zu bezah­len. Werden alle Vorschläge umgesetzt, sind dies 8000 Kilome­ter im Jahr.

Rund 1500 Kilome­ter mehr sind es, wenn montags bis freitags zwischen 19.08 und 20.18 Uhr eine zusätz­li­che Fahrt von Düssel­dorf (Rhein­ter­rasse) bis Haan (Nachbars­berg) angebo­ten wird. Sie ist gewünscht, “weil wir in dieser Zeit einen so genann­ten Taktsprung haben”, erläu­tert Tim Bäumken, Abtei­lungs­lei­ter Verkehrs­pla­nung bei der Rhein­bahn. Das heißt, wenn der Fahrplan von den häufi­ge­ren Touren tagsüber auf die selte­ne­ren Touren abends und nachts umspringt, werden die Haaner Halte­stel­len 70 Minuten lang nicht bedient. Diese Lücke soll nun geschlos­sen werden.

Einer erhöh­ten Nachfrage will die Rhein­bahn auch samstags entge­gen kommen, indem sie zwischen 7 und 14 Uhr den Takt von 60 auf 30 Minuten herauf­setzt. Das heißt, die Busse fahren dann häufi­ger. Sieben Fahrten zusätz­lich pro Richtung bezie­hungs­weise 4500 Buski­lo­me­ter im Jahr werden dies dann mehr sein. Denn die Rhein­bahn hat beobach­tet, dass die Haaner ein verstärk­tes Inter­esse daran haben, morgens zum Shoppen nach Düssel­dorf zu fahren und in den Nachmit­tags­stun­den per Bus wieder nach Haan zurück­zu­fah­ren. In dieser Zeit seien alle Sitzplätze im Bus besetzt.

 

Auch die Jugend­or­ga­ni­sa­tio­nen der Parteien, Junge Union und Jusos, können sich freuen. Ihren Vorschlag, den Takt des SB 50 in den späten Nacht­stun­den zu verstär­ken, hat die Rhein­bahn aufge­grif­fen. Die Jugend­li­chen hatten zusätz­li­che Fahrten angeregt, um nach dem Party­be­such in Düssel­dorf ohne Umstei­gen wieder nach Haan zurückzufahren.

Bislang geht die letzte Fahrt des SB 50 samstags in Düssel­dorf um 0.22 Uhr los und kommt am Haaner Markt um 0.52 Uhr an. Aus Sicht der Jugend­li­chen reicht das nicht aus: “Wir wünschen uns, dass der Bus an Wochen­en­den und vor Feier­ta­gen zusätz­lich auch noch um 1.22 und 2.22 Uhr startet”, sagte im Novem­ber vergan­ge­nen Jahres Tim Feisel, Vorsit­zen­der der Jungen Union.

Denn “für Jugend­li­che und junge Erwach­sene ist das Nacht­le­ben in Haan zuneh­mend unattrak­tiv gewor­den”. Es fehle eine Ort, “wo Jugend­li­che in Haan feiern können”. Daher sei Düssel­dorf eine attrak­tive Alter­na­tive. Das sehen die Jusos ähnlich. Und Vorsit­zen­der Martin Haesen ergänzt, dass das erwei­terte Angebot nicht nur Jugend­li­chen, sondern auch kultur­in­ter­es­sier­ten Älteren zugute kommen würde. Die Rhein­bahn bietet nun an, in den Nächten von Freitag auf Samstag und Samstag auf Sonntag jeweils zwei zusätz­li­che Fahrten zwischen Düssel­dorf-Rhein­ter­rasse und Haan-Nachbars­berg anzubie­ten – 2000 Buski­lo­me­ter mehr im Jahr.

Mit diesem erwei­ter­ten Angebot muss die Rhein­bahn 8000 Buski­lo­me­ter zusätz­lich auf der Strecke des SB 50 fahren lassen. Die Kosten dafür liegen für die Stadt Haan bei 6400 Euro jährlich. Auch die Stadt Düssel­dorf muss den Plänen noch zustim­men, denn auch auf ihrem Gebiet werden zusätz­li­che Kilome­ter entste­hen. Es habe jedoch bereits zustim­mende Signale gegeben, heißt es von der Rhein­bahn. Kein Wunder, bringen doch zusätz­li­che Fahrten des SB 50 nach Düssel­dorf dem Einzel­han­del in der Landes­haupt­stadt zusätz­li­che Kunden.

 

Tim Feisel, Vorsit­zen­der der Jungen Union. und Juso-Vorsit­zen­der Martin Haesen haben sich im Novem­ber zusam­men für mehr Fahrten engagiert.

Quelle: Rp-Online Von Alexan­dra Rüttgen

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